Oktober 2017

China hatte im Jahr 2016 mit 168.732 MW die höchste Windkraftleistung im Ländervergleich installiert, gefolgt von den USA (82.184 MW) und Deutschland (50.018 MW). Gemessen am Anteil, den die Windkraft an der gesamten Stromerzeugung des Landes ausmacht, liegt China mit 3,2% jedoch recht weit hinten. In Deutschland betrug der Anteil 12,2%, in Spanien 17,6% und in Großbritannien 11,9%, in den USA 4,5%. Quelle: Statista, Handelsblatt 6./7./8. Oktober 2017, Nr. 193

Wunderschönes Mittelamerika

Dez 2017 Tief verbunden fühle ich mich seit vielen Jahren mit Lateinamerika durch Erfahrungen in Studium, Arbeit und über persönliche Beziehungen. Ende 2017 bereiste ich während knapp 6 Wochen nun erstmalig Mittelamerika – Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua und Costa Rica. Mittelamerika ist reich an natürlichen Ressourcen, landschaftlich schön und vielfältig, hat wunderbare talentierte, unternehmerische Menschen – und ist gleichwohl eine wenig privilegierte Region. Die Erlebnisse und Begegnungen dort haben mich tief beeindruckt und mir einen neuen, weiteren Blick auf Nachhaltigkeit und unsere Welt gegeben. Nach meiner Rückkehr entschied ich mich, verschiedene Projekte in Mittelamerika finanziell zu unterstützen, nicht zuletzt, weil das Geschäftsjahr 2017 wieder einmal sehr erfolgreich war.

Informationen zu den unterstützten Projekten

Guatemala: Cooperativa Agrícola Integral Chicoj: Die Kaffee produzierende Kooperative setzt sich besonders für die Beteiligung von Frauen ein und hat weiteres unternehmerisches Potenzial, z.B. wird gegenwärtig eine Orchideenzüchtung aufgebaut. Die Kooperative bemüht sich auch darum, die Bevölkerung in der umliegenden bitterarmen Region einzubeziehen.

The Guatemalan Tomorrow Fund: Klassische Patenschaften für Studenten und Ausbildungsplätze – mit dem Schwerpunkt auf indigenen Dörfern. Indigenos machen über 40% der guatemaltekischen Bevölkerung aus, ebenso hoch ist der Anteil der Armen im Land. In einem Social Business an der Karibikküste konnte ich tolle junge Menschen kennenlernen, die begeistert und zutiefst dankbar über die Möglichkeit eines Ausbildungsplatzes waren.

Honduras: Ein wunderschönes Land, das kurz nach meiner Reise im politischen Chaos versank. Die im “The Solidarity Project” fokussierte gesellschaftliche Beteiligung und Stärkung einzelner Persönlichkeiten mit Leadership-Potenzial ist mir daher ein besonderes Anliegen.

El Salvador: Das kleinste Land, landschaftlich toll und vielfältig – mit einem erschreckend geringen Umweltbewusstsein unter den Menschen. Daher sind die verschiedenen Projekte von “La Tortuga Verde” ein hoffnungsvolles Signal für Umweltschutz und die Bildungsarbeit in der Pazifikregion, denn das Hostel und das Restaurant werden von vielen Savadorianern besucht.

Nicaragua: Viel Armut, wenig Beschäftigungsmöglichkeiten, Auswanderung vieler Menschen ins benachbarte Costa Rica – daher ist die Förderung lokalen Unternehmertums ein besonderes Anliegen, die Förderung geht hier an “Agora Partnerships”.

Costa Rica: Ein vergleichsweise reiches, stabiles Land. Der Cahuita Nationalpark an der Karibikküste arbeitet rein spendenbasiert und bezieht die – überwiegend schwarze – lokale Bevölkerung intensiv mit in die Betreuung und Weiterentwicklung des Parks und der umliegenden Region ein.

Gartenarbeit statt Büroalltag

Mai 2014 Wir engagierten uns mit dem Team von STEINBACH STRATEGIEN einen Tag lang im Rahmen von „tatkräftig“ in der Seniorentagespflege Hamburg-Eidelstedt für einen blühenden Garten. Ein spannendes Erlebnis, im Team mal eine ganz andere Challenge zu lösen. Im Berateralltag sieht man nicht oft sofort und unmittelbar die Ergebnisse der eigenen Arbeit. Umso schöner, an der frischen Luft für einen guten Zweck anzupacken und am Nachmittag ein wirklich schönes Ergebnis zu sehen!

Vom Lohn des Dranbleibens

Okt 2018 Nach Abschluss meines MBA in Sustainability Management im Jahr 2007 übernahm ich den Vorsitz des Alumni-Netzwerks und spann mit meinen Vorstandskollegen damals die Idee einer Studienreise. Das Ziel: Ein Format, das dem weit verstreuten, wachsenden MBA-Netzwerk die Möglichkeit zum Netzwerken, Weiterlernen und gemeinsamen Erleben gibt. Viele Skeptiker kamen auf den Plan: die Leute haben keine Zeit, kein Interesse es wird zu teuer, wer soll das organisieren … Vielleicht weil ich so gerne reise oder manchmal ein gutes Gespür für schöne, wichtige, „unmögliche“ Ideen habe – wir sind dran geblieben. Die 1. Studienreise sollte im Jahr 2009 nach Genf gehen und sich mit Verhandlungen in internationalen Organisationen beschäftigen. Innerhalb von wenigen Stunden nach Bekanntmachung waren die gut 20 Plätze ausgebucht und die Reise wurde ein voller Erfolg, der selbst mich überraschte. Im Jahr danach: totale Flaute, Absage der geplanten Reise. 2011 holten wir die Studienreise nach Hamburg, es wurde wieder eine rundum tolle Reise – und danach wurden die Studienreisen zum Selbstläufer und heiß gehandelten „Da musst du unbedingt dabei sein“-Tipp unter MBA-lern. Jedes Jahr gibt es nun eine 4-tägige Reise für 20-30 MBA-ler mit liebevollen, spannenden Programmen rund um Nachhaltigkeit und nach möglichst hohen Standards für nachhaltiges Reisen. Tolle Reisen führten neben Genf und Hamburg unter anderem nach München, Frankfurt, Leipzig, ins Rheinland, ins Biosphärenreservat Elbtalaue und sogar nach Südamerika. Jedes Jahr findet sich auf wundersame Weise wieder ein Team aus Ehrenamtlichen, das den Staffelstab übernimmt. Und immer wieder bin ich dankbar und berührt, dass dieses tolle Format „funktioniert“, uns inspiriert und etwas von dem Thema, das uns MBA-ler verbindet – die Nachhaltigkeit – in die Welt getragen wird.