20 Jahre Nachhaltigkeitsberatung in einem Buch

Im letzten Jahr habe ich mich auf eine ganz besondere Reise begeben. Meine Mission,  Menschen zu mehr Nachhaltigkeit zu motivieren, sie heraus-zufordern und zu aktivieren, ihr (berufliches) Leben nachhaltiger zu gestalten begleitet mich schon lange. Nun ist daraus ein Buch entstanden: „DO YOU SPEAK SUSTAINABILITY? – a personal navigator for corporate action” – 372 Seiten vollgepackt mit umfangreichem Hintergrundwissen, lebendigen Illustrationen, praktischen Tipps zu Nachhaltigkeit in Unternehmen und Anregungen zur Reflexion. Dazu wunderschön illustriert von der Hamburger Graphikdesignerin Anna Beddig.

Ein Nachschlagewerk für Nachhaltigkeitsmanagement

Aus meinen fast 20 Jahren in der Nachhaltigkeitsberatung weiß ich, welche Fragen Unternehmerinnen und Unternehmer in Sachen nachhaltiger Unternehmensführung beschäftigen. Auch Kommunikationsverantwortliche sehen sich häufig mit Aspekten der Nachhaltigkeit in ihren Aufgaben konfrontiert. Genau an diesem Punkt setzt „DO YOU SPEAK SUSTAINABILITY?“ an: Das Buch gibt einen Überblick über den Kontext, Trends und Konzepte der Nachhaltigkeit. Herausforderungen und Dynamiken, die in verschiedenen Branchen zu finden sind, werden beleuchtet und mit strategischen Anleitungen, praktischen Tipps und vielen Links zum Weiterlesen angereichert. Ein eigenes Kapitel ist der persönlichen Reise als Konsument gewidmet.

Ganzheitlich zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung

Welche Rolle spielen neue Themen wie Purpose und New Work? Wie verhindert man Greenwashing? Wie gelingt es, Nachhaltigkeit wirklich in der Organisation zu verankern? Wie können Sie eine authentische Führungskraft in Bezug auf Nachhaltigkeit sein? Auf diese und weitere spannende Fragen, die im Transformationsprozess zu einem nachhaltigen Business auftauchen, geht das Buch ein. „DO YOU SPEAK SUSTAINABILITY“ ist vor allem ein Navigator für Führungskräfte und Nachhaltigkeitsmanager und eine Wissensquelle für alle, die sich dafür interessieren, wie Nachhaltigkeit das Geschäft transformiert.

Besonders lebendig wird das Buch durch 100 wertvolle weiterführende Lese- und Videotipps. Speziell beim E-Book ist das interessant – denn alle Links sind direkt anklickbar.

Übrigens: „DO YOU SPEAK SUSTAINABILITY“ ist neben der digitalen Variante auch als klassisches Buch erhältlich – natürlich klimaneutral und auf Recyclingpapier gedruckt.  

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Wunderschönes Mittelamerika

Tief verbunden fühle ich mich seit vielen Jahren mit Lateinamerika durch Erfahrungen in Studium, Arbeit und über persönliche Beziehungen. Ende 2017 bereiste ich während knapp 6 Wochen nun erstmalig Mittelamerika – Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua und Costa Rica. Mittelamerika ist reich an natürlichen Ressourcen, landschaftlich schön und vielfältig, hat wunderbare talentierte, unternehmerische Menschen – und ist gleichwohl eine wenig privilegierte Region. Die Erlebnisse und Begegnungen dort haben mich tief beeindruckt und mir einen neuen, weiteren Blick auf Nachhaltigkeit und unsere Welt gegeben. Nach meiner Rückkehr entschied ich mich, verschiedene Projekte in Mittelamerika finanziell zu unterstützen, nicht zuletzt, weil das Geschäftsjahr 2017 wieder einmal sehr erfolgreich war.

Informationen zu den unterstützten Projekten

Guatemala: Cooperativa Agrícola Integral Chicoj: Die Kaffee produzierende Kooperative setzt sich besonders für die Beteiligung von Frauen ein und hat weiteres unternehmerisches Potenzial, z.B. wird gegenwärtig eine Orchideenzüchtung aufgebaut. Die Kooperative bemüht sich auch darum, die Bevölkerung in der umliegenden bitterarmen Region einzubeziehen.

The Guatemalan Tomorrow Fund: Klassische Patenschaften für Studenten und Ausbildungsplätze – mit dem Schwerpunkt auf indigenen Dörfern. Indigenos machen über 40% der guatemaltekischen Bevölkerung aus, ebenso hoch ist der Anteil der Armen im Land. In einem Social Business an der Karibikküste konnte ich tolle junge Menschen kennenlernen, die begeistert und zutiefst dankbar über die Möglichkeit eines Ausbildungsplatzes waren.

Honduras: Ein wunderschönes Land, das kurz nach meiner Reise im politischen Chaos versank. Die im “The Solidarity Project” fokussierte gesellschaftliche Beteiligung und Stärkung einzelner Persönlichkeiten mit Leadership-Potenzial ist mir daher ein besonderes Anliegen.

El Salvador: Das kleinste Land, landschaftlich toll und vielfältig – mit einem erschreckend geringen Umweltbewusstsein unter den Menschen. Daher sind die verschiedenen Projekte von “La Tortuga Verde” ein hoffnungsvolles Signal für Umweltschutz und die Bildungsarbeit in der Pazifikregion, denn das Hostel und das Restaurant werden von vielen Savadorianern besucht.

Nicaragua: Viel Armut, wenig Beschäftigungsmöglichkeiten, Auswanderung vieler Menschen ins benachbarte Costa Rica – daher ist die Förderung lokalen Unternehmertums ein besonderes Anliegen, die Förderung geht hier an “Agora Partnerships”.

Costa Rica: Ein vergleichsweise reiches, stabiles Land. Der Cahuita Nationalpark an der Karibikküste arbeitet rein spendenbasiert und bezieht die – überwiegend schwarze – lokale Bevölkerung intensiv mit in die Betreuung und Weiterentwicklung des Parks und der umliegenden Region ein.

Gartenarbeit statt Büroalltag

Wir engagierten uns mit dem Team von STEINBACH STRATEGIEN einen Tag lang im Rahmen von „tatkräftig“ in der Seniorentagespflege Hamburg-Eidelstedt für einen blühenden Garten. Ein spannendes Erlebnis, im Team mal eine ganz andere Challenge zu lösen. Im Berateralltag sieht man nicht oft sofort und unmittelbar die Ergebnisse der eigenen Arbeit. Umso schöner, an der frischen Luft für einen guten Zweck anzupacken und am Nachmittag ein wirklich schönes Ergebnis zu sehen!

Vom Lohn des Dranbleibens

Nach Abschluss meines MBA in Sustainability Management im Jahr 2007 übernahm ich den Vorsitz des Alumni-Netzwerks und spann mit meinen Vorstandskollegen damals die Idee einer Studienreise. Das Ziel: Ein Format, das dem weit verstreuten, wachsenden MBA-Netzwerk die Möglichkeit zum Netzwerken, Weiterlernen und gemeinsamen Erleben gibt. Viele Skeptiker kamen auf den Plan: die Leute haben keine Zeit, kein Interesse es wird zu teuer, wer soll das organisieren … Vielleicht weil ich so gerne reise oder manchmal ein gutes Gespür für schöne, wichtige, „unmögliche“ Ideen habe – wir sind dran geblieben. Die 1. Studienreise sollte im Jahr 2009 nach Genf gehen und sich mit Verhandlungen in internationalen Organisationen beschäftigen. Innerhalb von wenigen Stunden nach Bekanntmachung waren die gut 20 Plätze ausgebucht und die Reise wurde ein voller Erfolg, der selbst mich überraschte. Im Jahr danach: totale Flaute, Absage der geplanten Reise. 2011 holten wir die Studienreise nach Hamburg, es wurde wieder eine rundum tolle Reise – und danach wurden die Studienreisen zum Selbstläufer und heiß gehandelten „Da musst du unbedingt dabei sein“-Tipp unter MBA-lern. Jedes Jahr gibt es nun eine 4-tägige Reise für 20-30 MBA-ler mit liebevollen, spannenden Programmen rund um Nachhaltigkeit und nach möglichst hohen Standards für nachhaltiges Reisen. Tolle Reisen führten neben Genf und Hamburg unter anderem nach München, Frankfurt, Leipzig, ins Rheinland, ins Biosphärenreservat Elbtalaue und sogar nach Südamerika. Jedes Jahr findet sich auf wundersame Weise wieder ein Team aus Ehrenamtlichen, das den Staffelstab übernimmt. Und immer wieder bin ich dankbar und berührt, dass dieses tolle Format „funktioniert“, uns inspiriert und etwas von dem Thema, das uns MBA-ler verbindet – die Nachhaltigkeit – in die Welt getragen wird.